Vor allem im technischen Bereich fällt es auf: Durch die unterschiedlichen historischen und regionalen Entwicklungen der verschiedenen Industriezweige nutzen Fachleute für die gleichen Dinge unterschiedliche Begriffe. Wenn ich zum Texter-Briefing komme und die Keyword-Sammlung aus den verschiedenen Abteilungen erhalte, sind die Keywords relativ deckungsgleich. Denn in der Regel hat jedes Unternehmen sein eigenes Wording, also alle nutzen dieselben Bezeichnungen der Arbeitsvorgänge und Materialien. Die Keywordrecherche ergibt allerdings oft ein ganz anderes Bild. Ein konkretes Beispiel aus der Welt des Stahls:

  • Hier gibt es diverse Bezeichnungen für den gleichen Werkstoff: 1.0570, ST-52, ST 52-3, S355J2+N – alle Bezeichnungen meinen ein und denselben Stahl.
  • Blech, Platte, Stahlplatte – während im Süden ein Blech maximal 1 – 2 mm dick ist, meint der Rheinländer damit auch eine tonnenschwere Stahlplatte.
  • Vorberarbeitet, angearbeitet, geschrubbt, gefräst, angefräst, vorgefräst – sechs Wörter für den gleichen Bearbeitungsvorgang.

Natürlich kennen und verstehen die Mitarbeiter des Unternehmens alle Ausdrücke – sie nutzen sie aber nicht aktiv. Um also vor allem in Google Ads (bezahlten Google-Anzeigen) die Suchen treffend zu bedienen, muss ich genau nachfragen. Das gilt auch für aussagekräftigen Web-Content, der maximal viele Treffer in der organischen Suche (also der klassischen Google-Suche) generieren soll.

Das gilt auch für aussagekräftigen Web-Content, der maximal viele Treffer in der organischen Suche (also der klassischen Google-Suche) generieren soll. Um die unterschiedlichen Bezeichnungen zu finden, frage ich beim Vertrieb und bei den Sachbearbeitern nach. Zusätzlich sehe ich mir die Wortwahl von erfolgreichen Mitbewerbern an und lasse ein Analyse-Tool deren Keywords auflisten. Die Liste geht zurück an den Kunden, wir ranken gemeinsam die jeweiligen Top 10 unter Berücksichtigung von Konkurrenz und Suchvolumen – und los geht’s mit dem Texten eines erfolgreichen SEO-Textes.